Weshalb ein Denkmal?

HT, 06.03.2008

Arbeitskreis "Weiße Rose" hat für morgen Experten eingeladen.

"Wie, warum und zu welchem Ende errichtet man ein Mahnmal?" Diese Fragen beantwortet morgen um 20 Uhr Dr. Franz Schwarzbauer vom Kulturamt in Ravensburg im Crailsheimer Rathaussaal.

Auf Einladung des Arbeitskreises "Weiße Rose" gibt der Kulturamtsleiter der Stadt Ravensburg, Dr. Franz Schwarzbauer, seinen Erfahrungsbericht über die öffentliche Diskussion und die konkreten Schritte zur Errichtung des Denkmals der grauen Busse in Weissenau.

Der Arbeitskreis erhofft sich von diesen Ausführungen Anregung und Hilfen für die Realisierung seines geplanten Scholl-Grimminger-Denkmals. Der Referent wird schwerpunktmäßig den nicht einfachen Prozess in Ravensburg von der Bildung einer Jury bis zum Auswahlverfahren beleuchten.

Seit dem 18. Januar steht ein mobiler grauer Betonbus mitten in Berlin, an einem markanten Ort: dort, wo sich die Zentrale der so genannten Euthanasie-Aktion befand, in der Tiergartenstraße 4. Dort, vor dem berühmten Gebäude der Berliner Philharmonie, erinnert der Betonbus an die Opfer. Ein zweiter, identischer Bus hat seinen festen Platz im Eingang der alten Pforte des Zentrums für Psychiatrie "Die Weissenau" in Ravensburg.

Ein Scholl-Grimminger-Denkmal soll in Crailsheim das Vermächtnis der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" hochhalten und für künftige Generationen unübersehbar machen. Das Denkmal soll somit Aufruf sein für eine freie, demokratische Gesellschaft und Kultur, ein Zeichen für freien Bürgersinn und Stolz in Crailsheim.

Dies setzt Konsens in der Bürgerschaft voraus. Der Arbeitskreis "Weiße Rose" lädt deshalb morgen Abend alle Interessierten zu Information und Gespräch ein. pm

(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch das Hohenloher Tagblatt)

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